Wärmepumpen – Details

Fast 90 % des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Heizung und die Warmwasserbereitung. In diesem Bereich gibt es große Einsparpotenziale, die mit der Nutzung gespeicherter Sonnenenergie, insbesondere aus dem Erdreich und dem Wasser erschlossen werden können. Eine Wärmepumpe ist in der Lage, mehr als drei Viertel der zum Heizen erforderlichen Energie aus der Umwelt zu beziehen und kann Öl- und Gaskessel vollständig ersetzen. Die Wärmepumpe gehört zu den Energietechniken, die künftig einen deutlich größeren Anteil an der Energiebedarfsdeckung erreichen wird und als Alternative eine solitäre Stellung einnimmt. Energetisch optimal sollte die Temperatur des Heizsystems 25° – 35 °C betragen.


Aber auch höhere Temperaturen sind möglich z.B. bei der Verwendung von statischen Heizkörpern. Bei mehrfach durch uns umgerüsteten Heizanlagen in „alten“ Häusern mit Heizkörpern waren pro Jahr nachweislich Heizkostenersparnisse von 50 % zu verzeichnen.


Also eine Heizmaschine zum Nulltarif? Nein. Um die Wärmepumpe zu betreiben braucht man Strom. Eine effektiv arbeitende WP macht aus 1 kWh Strom 5 kWh Wärme. Die meisten Energieversorger bieten für umweltfreundliche Heizsysteme Stromtarife an, die 20 – 30 % günstiger als der normale Haushaltsstrom sind. Eine Anlage mit 9 kW Leistung, ausreichend für 150 m² Wohnfläche eines neu gebauten Wohnhauses, benötigt im Jahr ca. 4.100 kWh Strom, bei einem Strompreis von ca. 17 Cent/kWh entspricht das Gesamtkosten von 697,00 €. Der ökologischen Nutzen wurde dabei nicht mitgerechnet, ist er jedoch um ein vielfaches höher. Trotz der um etwa 3.500 – 5.000 € höheren Anschaffungskosten gegenüber einer „normalen“ Heizung zahlt sich die Wahl einer Wärmepumpe als Heizsystem schneller aus als erwartet. Nicht nur, dass die jährlichen Heizkosten erheblich niedriger sind auch Folgekosten wie Schornsteinfeger, Brennstofflagerung, Wartung oder TÜV Abnahmen entfallen.