
Alle Wärmepumpen arbeiten nach dem gleichen Prinzip:
man nutzt die energiegünstigen Bedingungen der Kältetechnik; nur mit umgekehrten Vorzeichen! Bei einer Wärmepumpe steht nicht die Kühlung im Vordergrund, sondern das Abfallprodukt der Kühlung – die Wärme! Denken wir doch einmal an unseren Kühlschrank: An der Rückseite steigt warme Luft auf, während das Bier immer kälter wird.
Sie werden in der Heizungs- und Lüftungstechnik eingesetzt und unterscheiden sich nach den Energiequellen, die sie nutzen, und nach den Medien, an die sie die Energie wieder abgeben. Zur Unterscheidung sprechen wir deshalb von den Gruppen:
– Luft-Wasser-Wärmepumpe
– Wasser-Wasser-Wärmepumpe
– Sole-Wasser- Wärmepumpe
– Luft-Luft-Wärmepumpe
Vorhandene Erdwärme, z.B. die des Grundwassers (ca. 8°C – 10°C) wird vom Kältemittel der Wärmepumpe (ca. -3°C – 0°C) über einen Wärmetauscher aufgenommen und durch Verdichtung auf ein verwendbares Niveau von ca. 55°C – 65°C „hochgepumpt“, daher der Name Wärmepumpe. Diese Wärme wird meinem Heizsystem zugeführt, das Kältemittel anschließend wieder entspannt und mit nur noch ca. -3°C – 0°C dem Wärmetauscher zurückgeführt. Dort erwärmt es sich wieder, das Grundwasser kühlt ab und der Vorgang beginnt von Neuem. Durch diesen ständigen Prozess entziehe ich dem Erdreich dosiert seine Wärme und führe sie meinem Heizsystem zu. Die Temperatur des Wärmeträgermediums nach dem „Hochpumpprozess“ von ca. 55°C – 65°C ermöglicht, dass die Wärmepumpe als alleiniger Wärmelieferant eingesetzt werden kann. Sie ist in der Lage, Öl- und Gaskessel vollständig zu ersetzen.
